Psychotherapie mit stabilisierenden Imaginationen

„Die Imagination ist die Sonne in der Seele des Menschen…Die Macht der Imagination ist ein bedeutender Faktor in der Medizin. Sie kann Krankheiten verursachen… und heilen.“

Paracelsus (1493-1541)

 

Stabilisierende Imaginationen sind therapeutisch geführter Fantasiereisen mit dem Ziel die innere Vorstellungskraft dazu zu nutzen sich selbst in einen gestärkten, geschützten und angenehmen Zustand zu verhelfen.

Die Fantasie wurde schon seit der Antike zur Heilung seelischer Erkrankungen eingesetzt. Seit den `80er Jahren wurden Imaginationen als spezielle Therapietechniken in der Behandlung von traumatisierten Menschen weiterentwickelt und eingesetzt.

Die Imaginationsübungen dienen der Stabilisierung und Selbstberuhigung und sollen dem Patienten in die Lage versetzten belastenden Erinnerungen und negativen Gedankenkreisen etwas lebendiges, inneres „Gutes“ entgegenzusetzen. Ein besonderer Vorteil dieser Methode ist es, dass sie – einmal erlernt - überall ohne grossen Aufwand und ohne Hilfsmittel verfügbar ist.

Sie wird auch in der Psychoonkologie (psychotherapeutische Unterstützung bei Krebserkrankungen) und in der Hypnotherapie genutzt um Ressourcen zu aktivieren oder aufzubauen.

 

Praktisches Vorgehen

Die Sitzung beginnt mit einer kurzen Achtsamkeitsübung im Sinne einer Körperwahrnehmungsübung („Body-scan“), die die Aufmerksamkeitslenkung in das Innere vorbereiten soll.

Dann schlägt der Therapeut ein Motiv vor, das sich von seiner Symbolik her eignet, ein Gefühl von innerer Lebendigkeit und Ausgeglichenheit zu ermöglichen, z.B. den „inneren Garten“ oder den „inneren Wohlfühlort“. Der Therapeut oder die Therapeutin kann dazu einen speziell abgestimmten Text vorlesen oder das Motiv sich individuell in der Situation frei entfalten lassen. Da Stabilisierung und Ressourcenaktivierung beabsichtigt sind, werden belastende oder konflikthafte Bilder nicht zugelassen, sondern nur positive Vorstellungen aktiviert. Eine gute therapeutische Führung soll einerseits helfen beim Thema zu bleiben, andererseits soll aber auch genug Freiraum zu Entfaltung der eigenen Phantasie bleiben.

Am Ende kehrt man aus der inneren Erfahrung der Übung wieder zurück, indem man die Aufmerksamkeit erst wieder auf den Körper lenkt, sich reckt, streckt aufweckt und wieder in Kontakt mit der Aussenwelt tritt.

Danach wird das in der Imagination Erlebte besprochen aber ohne hier zu stark inhaltlich auf der Bedeutungsebene zu arbeiten.

Für die Klient*innen ist oft überraschend, wie intensiv diese Erfahrungen sein können.

In bestimmten Fällen werden Tipps und Anregungen gegeben, wie diese Übung dann zu Hause alleine praktiziert werden kann. In jedem Falle sollten die Patient*innen die gegebene freie Zeit bis zur nächsten Sitzung nutzen sich erneut in diesen Übungen zu schulen. Dabei auftauchende Schwierigkeiten können in der nächsten Sitzung wieder besprochen werden.

 

Abzugrenzen ist diese ressourcenorientierte Arbeit von der „Katathym – Imaginativen-Psychotherapie“, einem tiefenpsychologischen Verfahren, dass auch in unserer Praxis angewendet wird (siehe dort).

 

 

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen manche Menschen Mauern und andere bauen Windmühlen.
Altchinesische Weisheit

Med. pract. Daniela Prause

Psychiatrisch-Psychotherapeutische Praxis

Dornacher Platz 17, 4500 Solothurn

Fon: +41 (0) 76 610 25 87
E-mail: praxis-d.prause@hin.ch
ZSR: Y982811

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Med. pract. Karsten Prause

Psychiatrisch-Psychotherapeutische Praxis

Dornacher Platz 17, 4500 Solothurn

Benzburweg 18, 4410 Liestal

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